Der packende Action-Thriller mit stets neuen, unerwarteten Plotwendungen , James-Bond-würdigen High-Tech-Gimmicks und einem (Anti-)Helden, der mehr auf intelligente Innovation denn blutigen Machismo setzt, garantiert einen ebenso spannungsreichen wie originellen Joyride über den Wolken.
Die temporeiche Joel-Silver-Produktion ist das Regiedebüt Stuart Bairds, der sich einen Namen als Zauber-Cutter für Action-Extravaganzen wie 'Stirb langsam', 'Lethal Weapon' oder 'Demolition Man' machen konnte. Er arbeitet mit einem kompakten Drehbuch der Brüder Jim und John Thomas ('Predator'), das mit falschen Fährten geradezu vermint ist und die Protagonisten von einer ausweglosen Situation in die nächste hineinmanövriert, nur um in letzter Sekunde einen unerwarteten Ausweg anzubieten. 
Als ein Passagierflug von Athen nach Washington unterwegs von islamischen Extremisten entführt wird, vermutet der Pentagon-Terroristenexperte David Grant (Kurt Russell), dass sich zudem tödliches Nervengas an Bord der Maschine befindet - womit sich nicht nur die 400 Passagiere des Flugzeugs in der Hand der skrupellosen Terroristen (unter der Führung des superben David Suchet) befinden, sondern die gesamte Bevölkerung der US-Ostküste der möglichen Exterminierung entgegensieht.
Mit einem ungetesteten Stealth-artigen Kampfflugzeug dockt die multikulturelle Crew unter der Führung des stahlharten Colonel Austin Travis (Steven Seagal in einer maßgeschneiderten Paraderolle) im Flug unbemerkt unter der 747 an. Im Schlepptau befinden sich zudem der in militärischen Belangen unbeholfene Grant und der Zivilingenieur Cahill (Oliver Platt sorgt als nervöses Wrack für den comic relief). Als der Andockprozeß schief läuft, bläst es Seagal, der sich lediglich in der Opening-Sequenz austoben durfte, von der Leinwand. Die Heldenrolle fällt unfreiwilligerweise Grant zu, der sich gemeinsam mit den Soldaten Rat (John Leguizamo überzeugt in einer ernsthaften Rolle), Cappy und Louie sowie der mutigen Stewardess Jean (Halle Berry) in einem adrenalinhaltigen Wettlauf gegen die Zeit mit den überzähligen Entführern, einer ans Nervengas gekoppelten Bombe und einem ganzen Arsenal von weiteren Komplikationen auseinandersetzen muss.
Mit für Joel-Silver-Produktionen gewohnter Präzision greifen Plot und Action wie Zahnräder ineinander und halten das Spannungstriebwerk rund am Laufen, ohne trotz der beachtlichen Laufzeit von 135 Min. auch nur einmal ins Stocken zu geraten. Erwartungsgemäß sind Kameraarbeit und Ausstattung ohne Makel.