Mit No Country for Old Men ist Joel und Ethan Coen ein Meisterwerk gelungen. Mit vier Oscars ausgezeichnet brillieren James Brolin, Javier Bardem und Tommy Lee Jones in diesem Neo-Noir-Western aus den staubigen Weiten an der texanisch-mexikanischen Grenze.
Der einfache Arbeiter Llewelyn Moss lebt ein bescheidenes Leben. Beim Antilopenjagen in der weiten Prärie stolpert er über ein Massaker. Hier ist offensichtlich ein Drogendeal ganz gewaltig schiefgelaufen. Mehrere Leichen liegen verstreut herum, lediglich ein Mexikaner hat schwer verletzt überlebt.
Llewelyn macht keine Anstalten, dem Sterbenden zu helfen. Auch den Pick-up-Truck voller Drogen lässt er links liegen, sichert sich stattdessen die 2,4 Millionen Dollar in einem Koffer. Doch dann begeht Llewelyn einen schweren Fehler. Als er sich noch einmal zurück an den Tatort macht, um dem Schwerverletzten Wasser zu bringen, setzt er eine gewaltvolle Kettenreaktion in Gang...
Nach einer Pause melden sich die Coen-Brüder mit neuer Energie und alter Brillanz zurück. An die präzisen und kompromisslosen Moritaten "Miller's Crossing" und "Fargo" fühlt man sich erinnert bei dieser rastlosen Menschenhatz im amerikanischen Südwesten, die die typisch lakonische Handschrift der Coens trägt, aber sich doch stets der trocken erzählten Vorlage von Cormac McCarthy verpflichtet fühlt. Das Highlight des Oscar-Abräumers aber ist der ebenfalls prämierte Auftritt von Javier Bardem als Anton Chigurh.
Special Features:
Die Arbeit mit den Coens
Making of
Tagebuch eines Sheriffs