Nicholas Van Orton (Michael Douglas) ist ein knallharter Geschäftsmann; seine oberste Priorität gilt seinem Job. Einsam und jeglicher Illusion beraubt lebt er sein isoliertes Leben - bis an seinem 48. Geburtstag sein Bruder (Sean Penn) vor der Türe steht und mit einem Geschenk aufwartet, das sein Leben vollständig verändern wird ... Ein Spiel ohne Spielregeln, aber mit höchstem Einsatz. Nur zögernd lässt Van Orton sich auf "The Game" ein - und erlebt den Albtraum seines Lebens. Erst verliert er die Kontrolle, dann seinen Besitz und schließlich geht es nur noch um's nackte Überleben...
Erneut beweist Kult-Regisseur David Fincher seine Qualitäten als Mann fürs Düstere. Wie ein Vampir scheut er erneut (nach "Sieben") dass Tageslicht so gut es geht - die Aufnahmen jedenfalls die a) am strahlenden Tage spielen oder b) bei schönem Wetter kann man an einer Hand abzählen. Doch gerade DIESE Atmosphäre ist es, die "The Game" diesen herrlich-morbiden Charakter verleiht.
Dazu spielen die Hauptdarsteller - allen voran Michael Douglas als zynischer Nicholas Van Orten und Sean Penn als sein Bruder - ihre Rollen hervorragend. Und mit Armin Mueller-Stahl reiht sich außerdem auch noch einer der besten deutschen Schauspieler in das Ensemble ein.
Bereits nach wenigen Minuten wird man als Zuschauer mitgerissen in den Strom aus Angst und Panik, den Fincher gekonnt dirigiert bis zum Ende, dass dem legendären Schluss von "Sieben" in Nichts nachsteht ...
Wer auf innovatives und vor allem Eigenständiges steht, der sollte "The Game" zu seiner Filmsammlung zählen - nicht zuletzt auch deswegen, weil David Fincher auf dem besten Wege ist, ein zweiter Alfred Hitchcock zu werden.
Darsteller:
Michael Douglas, Sean Penn, Armin Müller-Stahl, Deborah Kara Unger