Charlie Fineman (Adam Sandler) hat seine Familie bei den Terroranschlägen vom 11. September verloren und leidet bis heute an den Folgen dieses Traumas. Als er eines Tages in New York zufällig seinem ehemaligen College-Zimmergenossen Alan (Don Cheadle) über den Weg läuft, ist dieser fest entschlossen, ihre alte Freundschaft wieder aufleben zu lassen und Charlie dabei zu helfen, mit seinem großen Verlust fertig zu werden.
Es gibt Filme, über die sollte man im Vorfeld nicht viel wissen. Den Trailer zu sehen, kann schon zuviel verraten und dafür sorgen, dass man etwas erwartet, das der Film nicht liefert. Darum ist es schwer, diesen Film zu empfehlen, ohne in große Worte zu verfallen und all das zu preisen, was "Reign Over Me" zu einem emotional packenden, tief befriedigenden filmischen Erlebnis macht.
In diesem Film geht es um Themen, zu denen ein jeder von uns Zugang hat. Um Freunde, Familie, Liebe, Verlust, Trauer, Sorge, Hilfe, Aufgeben, Kämpfen, Leiden, Weitermachen. All das und noch viel mehr spiegelt sich nicht nur im Drehbuch, sondern auch in den glaubwürdig gestalteten Figuren, allen voran jedoch in Johnson und Charlie, gespielt von Don Cheadle und Adam Sandler.
Beide liefern schauspielerische Leistungen ab, die durchaus einer Würdigung durch die Academy verdient hätten. Im besonderen Maße gilt dies jedoch für Sandler, der hier gegen seinen Typ besetzt ist und dem man den Respekt vor seiner Rolle und der Herausforderung, die sie mit sich bringt, anmerkt. "Reign Over Me" ist jener seltene Film, der direkt ins Herz trifft. Fazit: Wer hier nicht bewegt ist, muss ein Herz aus Stein haben.
Special Features:
Jam Session mit Adam Sandler / Don Cheadle
Mike Binder über die Geschichte des Films
Bildergalerie (Video)
Trailer