Wie eine Achterbahn, die kurz davor ist, aus den Gleisen zu fliegen, bewegt sich Van Helsing mit Höchstgeschwindigkeit voran, ohne jemals langsamer zu werden.
Autor/Regisseur Stephen Sommers, der schon mit Die Mumie und Die Mumie kehrt zurück Erfolge an den Kinokassen feiern konnte, plündert erneut das Monsterkabinett der Universal-Filmstudios und drückt mit dieser gigantischen 148 Millionen Dollar teuren Action-Abenteuer-Horror-Komödie voll aufs Gas, die -- ohne Anfangstitel -- mit einem tollen Schwarzweiß-Vorspann beginnt, welcher den diesem Film zugrunde liegenden Horrorklassikern der Universal-Studios Tribut zollt.
Die Geschichte des Films zeigt den legendären Vampirjäger Van Helsing (Hugh Jackman) im Kampf gegen Dracula (der wunderbar überzogene Richad Roxburgh), dessen blutsaugende Bräute und den Werwolf (Will Kemp).
Diese zweistündige Aneinanderreihung außergewöhnlicher Spezialeffekte (insgesamt 980) verwandelt Sommers' spektakuläre Handlung in ein Dankeschön an die Computeranimateure, die dafür sicher Unmengen an Überstunden machen durften. Van Helsing will -- zusammen mit einer transsylvanischen Prinzessin (Kate Beckinsale) und Frankensteins Monster (Shuler Hensley) -- Dracula daran hindern, seine fledermausflügeligen Nachkommen aufzuziehen, und es gibt dabei so viel humorvolle Action, dass man bis zum Beginn des zehnminütigen Abspanns garantiert zugleich begeistert und erschlagen sein wird. 
 
Bild: Das HD-Bild sieht schlichtweg prächtig aus. Die Farben sind exakt dargestellt und verfügen über eine hohe Sättigung. Sie fransen niemals aus, sondern sind immer auf den Punkt genau. Der Film arbeitet mit Blautönen, was ihm gut zu Gesicht steht. Rauschen ist in marginaler Form erkennbar und nicht mehr als typisches Filmkorn. Die Kompression arbeitet hervorragend und unauffällig. Der Kontrast überzeugt mit hohem Schwarzwert. Mitunter ist der Kontrast ein wenig steil ausgefallen, was sich in besonders dunklen Szenen widerspiegelt, doch ist das ein Makel, der so minimal ist, dass es das Aufzählen fast nicht wert ist. Der Detailreichtum des Bildes ist großartig (Naht auf Van Helsings Hut bei 00:08:39). Dazu kommt, dass es sich sehr plastisch gibt (00:23:04) und mit einigen Panorama-Bildern aufwartet, in denen man am liebsten versinken würde.
Ton: Der Ton ist praktisch über jeden Zweifel erhaben. Ein Film wie "Van Helsing" ist perfekt geeignet, um das Heimkino erzittern zu lassen. Die wuchtige und bombastische Musik von Alan Silvestri schallt mit richtig Druck aus den Lautsprechern. Der Film, der über Berge an Actionsequenzen verfügt, hat eine hohe Effektdichte. Der Flügelschlag der Vampire, zersplitterndes Glas, Schüsse, Wind - was immer man sich auch angesichts der Geschichte vorstellen mag, hier ist es dabei. Die Dynamik ist dabei hoch und so gut dargeboten, dass man die Dialoge im FX-Gewitter immer gut verstehen kann.
Special Features:
2 Audiokommentare
Van Helsing: Die Story, das Leben, die Legende
Das Abenteuer erleben
Das Monster zum Leben erwecken
Sie sind im Film
Die Musik von VAN HELSING
Patzer
Die Kunst von VAN HELSING...