Es war einmal ein junger Mann namens Gilbert Grape, der irgendwo und doch nirgendwo lebte. Er träumte von Freiheit und der weiten Welt jenseits seines Horizonts. Gilbert hatte aber ein kleines Hindernis - seine Familie!
Vater Grape hat Gilbert eine schwere Last hinterlassen, als er freiwillig aus dem Leben schied: 250 kg wiegt seine Mutter, die seit sieben Sommern weder Haus noch Sofa verlassen hat. Dann gibt's den 17jährigen, geistig behinderten Bruder Arnie, der Gilbert und die Ortspolizei ständig auf Trab hält, und die bei seiner Geburt prognostizierte Lebenserwartung schon um 250 Prozent überschritten hat - ohne absehbares Ende. Ganz zu schweigen von Gilberts zwei schwierigen Schwestern, die auch noch ernährt werden wollen.
Erst als die junge Lebenskünstlerin Becky auftaucht, lernt Gilbert, dass nirgendwo irgendwo, und irgendwo überall ist...
Für diesen Film erhielt Leonardo DiCaprio, fünf Jahre vor Titanic, eine Oscarnominierung. Und Tatsache ist, dass Gilbert Grape ihn hätte zum Star machen sollen, so gut ist er in ihm.
Der Film basiert auf dem Buch von Peter Hedges, der ebenfalls das Drehbuch schrieb, und entstand unter der Regie von Lasse Hallström (Mein Leben als Hund). Johnny Depp mag vielleicht als Teenie-Idol in der TV-Serie 21, Jump Street seine Karriere begonnen haben, aber die Wahl seiner Spielfilme -- so wunderbare und unkonventionelle Filme wie Cry-Baby, Edward mit den Scherenhänden, Benny und Joon, Donnie Brasco -- haben ihn zu einem der interessantesten, unberechenbarsten und risikofreudigsten jungen Schauspieler im amerikanischen Filmgeschäft gemacht.