Der Bestsellerautor Michael Crichton (Jurassic Park, Der13te Krieger) hatte bereits bei Westworld und Coma Regie geführt, als er die anspruchsvolle Produktion von Der große Eisenbahnraub im Jahr 1978 in Angriff nahm. Crichton adaptierte dafür seinen eigenen Roman - der durch die Fakten des ersten bekannten Eisenbahnraubes angeregt wurde - und so spielt dieser sehr charmante und höchst amüsante Film im London des Jahres 1855.
Hier planen Edward Pierce (Sean Connery) und Agar (Donald Sutherland), einen Zug zu überfallen, der 25.000 Pfund in Gold transportiert, um die an der Krim kämpfenden britischen Truppen auszuzahlen.
Lesley-Anne Down (Fackeln im Sturm) spielt Miriam, Pierces elegante Liebschaft und die Dritte im Bunde. Während Pierce und Agar Kopien der Schlüssel für den schwer bewachten Safe an Bord des Zuges anfertigen, setzt sie ihre weibliche List ein, um eine Reihe von Beamten und Geschäftsleuten abzulenken, die Verbindungen zu dem Gold haben.
Der große Eisenbahnraub ist ein lebendiges und humorvolles Gaunerstück erster Klasse und beeindruckt auch durch die prächtige Nachempfindung Englands zur Mitte des viktorianischen Zeitalters. Umso beeindruckender ist dies, da der Film zum größten Teil in Irland mit einem Budget von sechs Millionen Dollar entstand - selbst 1978 war dies eine überraschend geringe Summe für eine so verschwenderisch aussehende Produktion.
Crichton behält einen überragenden Respekt vor Zeit- und Handlungsort bei und die drei Hauptdarsteller glänzen in ihren charismatischen Rollen. Der sehr gewissenhafte Umgang mit den Details von Kostümen und Dekors erhöht noch den Spaß an diesem flotten Raubzug, der sich zu einer aufregenden Sequenz auf dem Dach eines fahrenden Zuges steigert, bei der Connery den Stunt selbst übernahm.
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Audiokommentar von Michael Crichton
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