Die trickreiche Disney-Version von Victor Hugos Klassiker Der Glöckner von Notre Dame kann sich in der ihr eigenen Art locker mit den Realverfilmungen vergangener Jahrzehnte messen. Die vielleicht vorlagentreuste aus dem Jahr 1939 mit Charles Laughton als Quasimodo und Maureen O'Hara als Esmeralda fängt in ihrer Ausstattung und Schwarz-Weiß-Fotografie das Zeitkolorit hervorragend ein, während die farbigen Breitwandbilder der Fassung von 1956, mit Anthony Quinn und Gina Lollobrigida, der Geschichte spektakuläre Größe verleihen.
Irgendwo zwischen diesen beiden liegt die Trickfassung der beiden Disney-Regisseure Gary Trousdale und Kirk Wise. Jene wurden durch Die Schöne und das Biest bekannt, mit denen sie bewiesen, dass sie der 1946 entstandenen, märchenhaften Verfilmung jenes Stoffes durch Jean Cocteau (Es war einmal) gerecht werden konnten. Später zeigten sie ihre Fähigkeit zum großen Abenteuer mit Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt.
Der Glöckner von Notre Dame bietet all das: großes, farbiges Abenteuer und märchenhafte Charaktere. Dabei wird die Grenze zum übermäßig Süßlichen nie überschritten, denn Stimmung, Bilder und Gegenspieler sind oftmals sehr erwachsen und ernsthaft angelegt. So bietet der Film ansprechende Unterhaltung sowohl für Kinder als auch Erwachsene, also genau das, was ein guter Trickfilm leisten sollte. Die Songs sind treffend eingesetzt und die Sprecher überzeugen sowohl in der Originalfassung (Tom Amadeus Hulce, Demi Moore und Kevin Kline) als auch in der Synchronisation.
Special Features:
Hinter den Kulissen: Ein Meisterwerk entsteht
Das Erlebnis des Glöckners in vielen Sprachen
Sprache(n) / Language(s):
Deutsch und Englisch (jeweils DTS-HD 5.1), Italienisch und Spanisch (jeweils DTS 5.1), Portugiesisch (Dolby Digital 5.1), Türkisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel / Subtitles:
Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Türkisch