Welcome To The Jungle
Mit dieser turbulenten Actionkomödie alter Schule ist es nun offiziell: Der ehemalige Pro-Wrestler The Rock aka Dwayne Johnson ('Die Mumie kehrt zurück','Scorpion King') ist ein würdiger Nachfolger von Arnold Schwarzenegger. In einem Bände sprechenden Drei-Sekunden-Cameo hält der mittlerweile politisch ambitionierte 'Terminator' ihn zu 'Have Fun' an und übergibt ihm symbolisch seine Actionkrone. Die passt Johnson wie angegossen, da er nicht nur eine wuchtige körperliche Präsenz, sondern auch massig Charisma und sympathischen Charme vorzuweisen hat.
Inszeniert wurde die kurzweilige Buddycomedy von Schauspieler Peter Berg, der mit der schwarzen Komödie 'Very Bad Things' seine Visitenkarte als Regisseur abgeliefert hatte. Diesmal schwelgt er jedoch nicht in brutalem Zynismus, sondern serviert familiengerechte Unterhaltung, die sich durch relativ harmlosen Humor auszeichnet. Dafür wird kräftig aufs Tempo gedrückt und mit Stakkato-Schnitten zum Teil regelrecht Hektik vermittelt. Dies wird gleich bei der Eröffnungssequenz vorgeführt, bei der Protagonist Beck als Schuldeneintreiber in einem Nachtclub null komma nichts ein halbes Footballteam außer Gefecht setzt.
Anschließend muss Beck, der davon träumt, ein Restaurant zu eröffnen, einen letzten Job für seinen zwielichtigen Boss erledigen. Er soll dessen abenteuerlustigen Sohn Travis ('American Pie'-Boy Seann William Scott) aus dem Amazonas-Dschungel nach Hause bringen. Doch nicht nur ist Travis dieser Idee entschieden abgeneigt, auch der örtliche, die Einheimischen tyrannisch ausbeutende Goldminenbesitzer Hatcher (Christopher Walken köstlich kauzig) will den Hobby-Indiana-Jones Travis nicht ziehen lassen, da er hofft, durch ihn an die mystische Schatzfigur El Gato zu gelangen. Diverse Komplikationen sind vorprogrammiert, bevor es letztlich im Dschungeldorf zum Adrenalin aufputschenden Showdown kommt...
Spiel auf Bewährung
Der Bewährungshelfer Sean Porter steht vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Gemeinsam mit seinem Kollegen Malcolm Moore will er binnen vier Wochen aus einer Handvoll jugendlicher Schwerverbrecher ein konkurrenzfähiges Football-Team formen.
Als Sean endlich die Rivalitäten und erbitterten Machtkämpfe innerhalb der Mannschaft in den Griff bekommen und den Jungs so etwas wie Verantwortungsgefühl beigebracht hat, folgt das nächste Problem, der Gegner. Denn niemand will gegen verurteilte Kriminelle antreten.
Der renommierte Regisseur Phil Joanou ("Eiskalte Leidenschaft") zeichnet hier nach wahren Begebenheiten und einer preisgekrönten TV-Dokumentation für ein bewegendes Sport-Drama verantwortlich.
In der Hauptrolle brilliert Dwayne "The Rock" Johnson, der als Jugendlicher selbst straffällig wurde und durch Football zurück zum Pfad der Tugend fand. Der Film überzeugt durch ein Höchstmaß an Authentizität. Nicht nur für "The Rock"-Fans ein Muss.