Am Rande Wiens leben in einer Hochhaussiedlung die unterschiedlichsten Individuen, und doch haben sie ein gemeinsames Ziel, die Suche nach Liebe und Anerkennung. Wie etwa die Krankenschwester Eva, die Beruf und Familie im Griff zu haben scheint, aber sich dann in einen polnischen Arzt verliebt. Oder die junge Supermarktkassiererin Sonja, die ihrem treulosen Freund vorgibt, schwanger zu sein. Der wiederum hat ein Verhältnis mit Nicole, die nach der Trennung von ihrem gewalttätigen Ehemann mit ihrem Sohn alleine lebt.
Frei nach Altmans "Short Cuts"-Prinzip und in Anlehnung an Barbara Alberts "Böse Zellen" verwebt der österreichische Autor und Regisseur Götz Spielmann drei Episoden miteinander. So entsteht ein kraftvolles Porträt von Menschen unserer Zeit, die ihrer Einsamkeit entfliehen wollen und sich nach Nähe und ein bisschen Glück sehnen.
Visuell hervorragend umgesetzt wird das bedrückende Drama von zwar unbekannten, aber ausgezeichnet agierenden Darstellern getragen. Ein weiterer Arthouse-Geheimtipp aus Österreich.
Darsteller:
Petra Morzé, Andreas Patton, Reinhard Nowak, Angelika Nidetzky, Hary Prinz