Auf den Memoiren Rocket Boys von Homer H. Hickam basierend, ist October Sky einer der erfreulichsten Filme die 1999 veröffentlicht wurden. Ein kleines Wunder des guten, altmodischen Filmemacher-Handwerks, wie es im zynischen, oftmals übertrieben trendigen Hollywood des späten 20. Jahrhunderts Seltenheitswert besitzt. Hickams wahre Geschichte beginnt 1957 mit Russlands historischer Installation des Sputnik-Satelliten im All.
Während Homer (smart und idealistisch dargestellt von Jake Gyllenhaal) in Sputnik seine Motivation sieht, die Raketentechnik zu erlernen, verkörpert sein Vater, eine Kohle-Bergmann in West Virginia, die zwar bewundernswerte, aber überaus störrische Haltung der Arbeiterklasse: Er befürchtet, dass sein Sohn mit seiner Vorliebe für die Wissenschaft niemals seinen Lebensunterhalt bestreiten kann und versucht, den "verirrten" Sohn wieder auf den rechten Weg der Familientradition zu bringen. Doch die Arbeit als Bergmann kommt für Homer nicht in Frage. 
Inszeniert von Regisseur Joe Johnston (Jumanji), handelt es sich hier um einen wundervollen Film. Der Geist des Abenteurers und Erfinders wird von Gyllenhaal und der gelungenen Nebenbesetzung geradezu ansteckend transportiert. Raum und Zeit werden detailfreudig tadellos eingefangen und die Entwicklung der Charaktere (inklusive Laura Dern als inspirierende Lehrerin) ist superb. Ein Film für alle Altersklassen über das Streben nach dem Bestmöglichen. Angesiedelt in einer Ära, als der Griff nach den Sternen zum ersten Mal möglich schien, die Fantasie beflügelte und in allen Menschen den Entdecker zu wecken vermochte.
Special Features:
- Am Drehort (Spotlight on Location)
- Original Kinotrailer
- Produktionsnotizen
- Biografien: Schauspieler, Regisseur
- Universal Weblink
- Wendecover