„... Die Requisite ist die Abteilung des Theaters, die mich am meisten fasziniert und von der ich immer abhängig war. Die Requisiteure sind mir die verwandtesten Helfer. Ich habe sie immer wieder beobachtet. Das ist eine Abteilung im Theater, wo es eine Sehnsucht gibt, wo man sich aber immer wieder begnügen muss..."
Im Dienstplan des Theaters steht heute ein Schließtag - dennoch steht der alte Requisiteur Josef Bieder einem vollen Zuschauerraum gegenüber. So beginnt er sich mit dem Publikum auseinander zu setzen, erzählt, was er am Theater erlebt hat und weiß natürlich alles viel besser als die anderen
Otto Schenk hat sich zusammen mit Autor Eberhard Streul das Stück auf den Leib geschrieben. Ein bisschen autobiographisch ist es schon“, meint er. Ich habe einfach aus meinem Leben geplaudert. So kommt es, dass der Bieder keine einzige Anekdote erzählt, die ich nicht selbst erlebt hätte. Ich wollte mir eine Figur erfinden, die nach außen transportiert, was auch in mir selbst ist. Zum Beispiel teile ich mit Josef Bieder sein durchaus zwiespältiges Verhältnis zum Schauspiel und seine Hassliebe zum Ballett“.
Otto Schenk, der geniale Komiker, weiß genau, wo ein komischer Mensch lächerlich und ein lächerlicher Mensch tragisch wird“. Möglicherweise liegt ihm deshalb so viel an dem schrulligen Requisiteur. Ich bin der Rolle sehr verfallen“, sagt er.