Nach dem Tod ihres Mannes steht Grace Trevethan vor einem Scherbenhaufen. Die Hobbygärtnerin muss sich plötzlich nicht nur mit einer heimlichen Geliebten, sondern auch mit einem riesigen Schuldenberg ihres untreuen Gatten auseinandersetzen.
Als die Gläubiger bereits vor der Tür stehen und ihr gesamtes Hab und Gut abtransportieren wollen, stimmt sie einem ungewöhnlichen Plan zu: Sie beschließt ihren grünen Daumen zu Geld zu machen und verwandelt ihr Gewächshaus, mit Hilfe ihres Gärtners Mathew, kurzerhand in eine Marihuanaplantage. Vor kurzem noch angesehenes Mitglied einer braven Küstengemeinde, sieht sich Grace nun mit Gangstern, Dealern und der allzu neugierigen Polizei konfrontiert...
Was Nigel Cole hier mit haarsträubendem Humor auftischt, ist ein Brit Pic in bester Tradition, bei dem man aus dem Lachen nicht herauskommt.
Was in einem deutschen Film wahrscheinlich peinlich wäre, wird in dieser ländlichen Farce zum befreienden Rundumschlag. Brenda Blethyn, die zuletzt in Mike Leighs 'Lügen und Geheimnisse' und Mark Hermans 'Little Voice' schauspielerisches Schwergewicht bewies, ist das Herz des Films. Wenn die Lady in den besten Jahren mit ihrem Adlatus erstmals Marihuana raucht und kichernd neue Bewusstseinsdimensionen erreicht, mit der Ex-Rivalin die Sexpraktiken des Verstorbenen durchhechelt, als Landpomeranze in London langhaarige Typen mit subversivem Gehabe ihren Stoff anpreist, muss man mehr als schmunzeln.
Wenn dann vor dem Gewächshaus Gangster, Schuldeneintreiber und Polizei aufeinandertreffen und alles sich in wunderbar stimulierenden Rauch auflöst, verblüfft die fast paradiesische Leichtigkeit dieser Posse, die souverän die schwierige Gratwanderung zwischen Komik und Klamauk schafft. Und nach dem überraschend märchenhaften Ende, fühlt man sich in Beststimmung.
Auch das Zusatzmaterial kann sich sehen lassen. Interviews mit den Hauptdarstellern, Making Of und ein unkommentiertes Behind the scenes...